Sehenswürdigkeiten
Mount Rinjani
Der zweithöchste Vulkan Indonesiens prägt die ganze Insel: Kraterlandschaft, Nationalpark, Besteigung — und was man auch ohne Trekking von ihm sieht.
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Der Mount Rinjani ist mit 3.726 Metern der zweithöchste Vulkan Indonesiens und der Berg, der Lombok prägt — landschaftlich und klimatisch. Er steht im Norden der Insel.
Auf Indonesisch heißt er Gunung Rinjani; „gunung" ist schlicht das Wort für Berg. Im deutschsprachigen Raum hat sich der englische Name durchgesetzt.
Von Januar bis März ist der Berg zu
Der Nationalpark schließt jedes Jahr vom 1. Januar bis zum 31. März sämtliche Aufstiegsrouten. Grund sind der Monsun, die Erdrutschgefahr und die Erholung des Ökosystems. Betroffen sind alle Zustiege: Senaru, Sembalun, Torean, Timbanuh, Tetebatu und Aik Berik.
Das ist keine Empfehlung, sondern eine Sperrung. Wer für Februar eine Rinjani-Tour gebucht bekommt, sollte den Anbieter wechseln.
Was oben eigentlich steht
Der Rinjani ist kein einzelner Kegel, sondern der Rand einer Caldera — dem Einsturzkrater einer weit größeren Eruption. In dieser Caldera liegt der Segara Anak, ein Kratersee auf rund 2.000 Metern Höhe. Der Name bedeutet sinngemäß „Kind des Meeres", und er ist bis zu 230 Meter tief.
Aus dem See heraus wächst ein zweiter, junger Vulkan: der Gunung Baru, der „neue Berg". Er ist das aktive Zentrum des Systems und der Grund, warum der Rinjani kein erloschener Berg ist, sondern ein beobachteter.
Für die balinesischen Hindus auf Lombok ist der See ein Heiligtum; einmal im Jahr bringen sie dort bei der Zeremonie Mulang Pekelem Opfergaben dar. Unterhalb des Sees liegen heiße Quellen, die zahlreiche Tourprogramme für die Nacht am See einplanen.
Muss man hinauf?
Nein. Die Besteigung ist eine ernsthafte Bergtour über zwei bis vier Tage, mit Übernachtung im Zelt am Kraterrand, Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem Gipfelanstieg im Dunkeln durch Geröll. Wer das nicht will, verpasst den Berg nicht.
Vom Sembalun-Tal aus steht er in voller Höhe über den Reisfeldern, und der Aussichtspunkt Bukit Selong zeigt beides in einem Bild. Von Senaru aus führen Tageswanderungen zu den Wasserfällen Sendang Gile und Tiu Kelep an seinen Hängen. Und die Passstraße über den Pusuk-Pass quert seine Ausläufer auf halber Strecke zwischen Mataram und der Nordküste.
Die Routen im Überblick
Für Aufstiege verlangt die Parkverwaltung nach ihrer Pflichtenliste (Stand 12. Juni 2026) mindestens zwei Personen je Gruppe, einen Guide oder eine erfahrene Begleitung und einen Nachweis von Bergerfahrung. Allein losgehen ist nicht erlaubt. Die beiden gängigen Zustiege:
- Sembalun im Osten — der klassische Aufstieg zum Gipfel. Lange, offene Grasrücken ohne Schatten, dafür der direktere Weg nach oben.
- Senaru im Norden — führt durch Regenwald und ist der übliche Abstieg. Steiler, schattiger, rutschiger.
Die klassische Runde kombiniert beide: Aufstieg über Sembalun, Abstieg über Senaru. Wer nur den Kratersee sehen will und nicht den Gipfel, spart Höhenmeter, aber nicht unbedingt Tage — siehe Segara Anak.
Wie eine Tour abläuft, wovon ihr Preis abhängt und was in den Rucksack gehört, steht unter Mount Rinjani besteigen.
Quellen
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- Sperrung der Aufstiegsrouten 1. Januar bis 31. Märzen.tempo.co
- Wiedereröffnung der Trekkingsaison im Aprilaikberik.com
- Höhe, Caldera, Segara Anak und Gunung Barusunda-spirit.com
- Pflichten für Bergsteiger: mindestens zwei Personen je Gruppe, Guide oder erfahrene Begleitung, Nachweis von Bergerfahrung — Nationalparkverwaltung, Stand 12. Juni 2026rinjaninationalpark.id
- Eingeschränkte Öffnung seit 1. September 2026 wegen Waldbrandgefahr, Rundschreiben SE.4/KSDAE/SKSDAE/KSA.02.02/08/2026, Verbot des leichtfertigen Umgangs mit Feuer, Gepäckkontrollen auf mögliche Brandquellenjatim.antaranews.com
- Online-Buchung über eRinjani seit 1. September 2026 ausgesetzt, bezahlte Buchungen bleiben gültig (2. September 2026)mounture.com
- Warnstufe II seit 4. August 2022, Sperrradius 1,5 km um den Krater des Barujari — Nationalparkverwaltungrinjaninationalpark.id
- Zeremonie Mulang Pekelem am Segara Anak mit Opfergaben — Rinjani Geoparkrinjanigeopark.com
Reiseinformationen ändern sich. Wir geben oben den Stand an und nennen hier, worauf er sich stützt — verbindlich sind immer die Angaben der zuständigen Stellen.
Die heißen Quellen am Rinjani
Warmes Schwefelwasser auf 2.000 Metern, nach zwei Tagen Aufstieg. Keine Therme, sondern natürliche Becken — und nicht jedes davon ist angenehm warm.
Gunung Baru
Der Grund, warum der Rinjani kein erloschener Berg ist. Man sieht ihn vom Kraterrand und vom See — betreten darf man ihn nicht, und in seine Nähe auch nicht.
Segara Anak
Ein See in einem Krater, entstanden bei einem der größten Ausbrüche der letzten Jahrtausende. Man erreicht ihn nur zu Fuß, nie an einem Tag — und nicht bis an den jungen Vulkan heran.