Sehenswürdigkeiten

Gunung Baru

Vulkankegel über Wolken im Morgenlicht
Auch genannt
Barujari
Höhe
ca. 2.376 m
Warnstufe
II („Waspada"), Stand 5. Oktober 2026
Sperrzone
1,5 km um den Krater

Der Gunung Baru ist der junge, aktive Vulkankegel im Krater des Mount Rinjani. Er ragt am Ufer des Kratersees Segara Anak auf, rund 2.376 Meter hoch und damit gut 350 Meter über dem Wasserspiegel. Betreten darf man ihn nicht: Um seinen Krater gilt eine Sperrzone von 1,5 Kilometern.

Ein Berg, mehrere Namen

In Warnmeldungen heißt er fast nie „Gunung Baru". Die Vulkanbehörde und die Nationalparkverwaltung schreiben Barujari oder Gunung Barujari, manche Quellen Baru Jari. „Baru" heißt schlicht „neu".

Wichtig ist das aus einem praktischen Grund: Wenn eine Meldung zum Rinjani vom „Kawah Barujari" spricht, ist genau dieser Kegel gemeint — nicht der Gipfel, auf den die Touren steigen, und nicht der Kraterrand, an dem sie zelten.

Warum sich jede Warnung um ihn dreht

Der Kegel ist in der Caldera gewachsen, die der Ausbruch des Samalas im Jahr 1257 hinterlassen hat, und die Aktivität des ganzen Vulkankomplexes sitzt heute hier.

Wie weit das reicht, zeigte der Ausbruch, der am 25. Oktober 2015 begann. Am 3. und 4. November stieg Asche über dem Krater bis in 4,3 Kilometer Höhe. Sieben Dörfer in Nordlombok bekamen Asche ab, die Flughäfen auf Bali und Lombok schlossen vorübergehend, und allein auf Bali saßen rund 6.000 Reisende fest.

Zuletzt brach der Kegel 2016 aus, zweimal. Am 1. August schloss die Asche den Flughafen Lombok vom Nachmittag bis zum nächsten Vormittag, und Flüge zwischen Bali und Lombok fielen aus. Am 27. September stieg die Asche rund zwei Kilometer über den Gipfel; alle Bergsteiger mussten absteigen — nach Angabe des Katastrophenschutzes waren rund tausend Besucher am Berg. Seither verzeichnet das Global Volcanism Program keinen Ausbruch.

Ein Ausbruch am Barujari betrifft also nicht nur Bergsteiger. Wer im Umkreis von Bali und Lombok fliegt, bekommt ihn im Zweifel am Abfluggate zu spüren.

Warnstufe II, und das seit Jahren

Der Rinjani steht auf Warnstufe II („Waspada"), der zweiten von vier Stufen — so führt ihn der Tagesbericht der Vulkanbehörde vom 5. Oktober 2026. Neu ist das nicht: Angehoben wurde die Stufe beim Ausbruch vom 27. September 2016, und eine Rückstufung seither ist in den Meldungen, die wir geprüft haben, nicht zu finden. Die Vulkanüberwachung selbst spricht verkürzt von „seit 2015". Die Aktivität beschränkt sich nach Angabe der Parkverwaltung auf den Krater des Barujari; Aufstiegsrouten und Zeltplätze liegen außerhalb der Gefahrenzone.

Für Besucher heißt die Stufe dreierlei:

  • Kein Betreten des Kegels. Weder Aufstieg noch Aufenthalt auf dem Barujari.
  • 1,5 Kilometer Abstand zum Krater. In diesem Umkreis ist auch das Zelten verboten.
  • Maske und Augenschutz im Gepäck. Die Behörde empfiehlt, beides für den Fall eines Ascheausbruchs bereitzuhalten — auch außerhalb der Sperrzone.

Wo die Grenze am Seeufer verläuft, klärst du vor dem Abstieg mit dem Guide, notfalls bei der Parkverwaltung, und nicht erst, wenn jemand für ein Foto näher heranwill.

Was man trotzdem sieht

Den Kegel sieht man gut: vom Kraterrand auf beiden Seiten und vom Zeltplatz am See. Von oben erklärt er auch die Form des Sees — er ist der Grund, warum Segara Anak keine runde Kraterpfütze ist, sondern eine Sichel.

Mehr als Anschauen ist nicht vorgesehen, und das ist bei einem Vulkan, der schon Flughäfen geschlossen hat, keine übertriebene Vorsicht.

Quellen

15 Belege anzeigen
  1. Warnstufe II nach der Bewertung der Geologiebehörde vom 4. August 2022: Sperrradius 1,5 km um den Krater des Barujari, kein Aufenthalt und kein Zelten auf dem Vulkankörper, Maske und Augenschutz für den Fall eines Ascheausbruchs — Nationalparkverwaltung, 6. August 2022rinjaninationalpark.id
  2. Aktivitätsstufen der Vulkane (vier Stufen): Rinjani auf Stufe II („Waspada"), Tagesbericht vom 5. Oktober 2026 ohne Eruption — Vulkanbehörde PVMBG (abgerufen 6. Oktober 2026)magma.esdm.go.id
  3. Ausbruch am 27. September 2016, 14:45 Uhr Ortszeit: Aschesäule rund 2.000 m über dem Gipfel, Anhebung von Stufe I auf II um 15 Uhr; vorheriger Ausbruch am 1. August 2016 — Energieministerium/Geologiebehördeesdm.go.id
  4. Vulkanüberwachung Nusa Tenggara: Rinjani „seit 2015" auf Stufe II, 1,5 km Abstand zum Krater (21. September 2026)mataram.antaranews.com
  5. Warnstufe II weiterhin in Kraft, Aktivität auf den Barujari beschränkt, Aufstiegsrouten und Zeltplätze nicht betroffen (28. August 2026)insidelombok.id
  6. Ausbruch am 3. und 4. November 2015: Aschesäule bis 4,3 km Höhe, geschlossene Flughäfen, rund 6.000 festsitzende Passagiere auf Bali — NASA Earth Observatoryscience.nasa.gov
  7. Ausbruch im November 2015: Asche über sieben Dörfern in Nordlombok, Flughafen Bali geschlossen, rund 6.000 festsitzende Passagieretrekking-rinjani.com
  8. Ausbruchsperioden 25. Oktober bis 24. Dezember 2015 und 1. August bis 27. September 2016, letzter Ausbruch 2016 — Global Volcanism Program (gelesen als Archivkopie vom 27. Januar 2026)volcano.si.edu
  9. Flughafen Lombok vom 1. August 2016, 16:15 Uhr, bis 2. August, 10 Uhr, wegen Vulkanasche außer Betrieb — Flughafenbetreiberlombok-airport.co.id
  10. Gestrichene Flüge zwischen Bali und Lombok sowie zwischen Australien und Bali am 1. August 2016 (Jakarta Post)thejakartapost.com
  11. Ausbruch vom 27. September 2016: 1.023 Besucher am Berg nach Angabe des Katastrophenschutzes, alle zum Abstieg aufgefordert (28. September 2016)benarnews.org
  12. Höhe des Kegels: 2.376 men.wikipedia.org
  13. Seespiegel auf 2.004 m, Sichelform des Sees durch den Barujarien.wikipedia.org
  14. Senaru-Route ab 3. Oktober 2026 wieder geöffnet, Online-Buchung über eRinjani ab 3. Oktober, 6 Uhr Ortszeit; damit fünf Routen in Betrieb: Sembalun, Senaru, Timbanuh, Tetebatu, Aik Berik — Nationalparkverwaltung auf Instagram, 2. Oktober 2026instagram.com
  15. Senaru seit 3. Oktober 2026 wieder offen, Online-Buchung wieder regulär; Torean bleibt gesperrt, bis die Brandschäden am Weg ausgebessert sind — Parkverwaltung laut CNN Indonesia, 4. Oktober 2026cnnindonesia.com

Reiseinformationen ändern sich. Wir geben oben den Stand an und nennen hier, worauf er sich stützt — verbindlich sind immer die Angaben der zuständigen Stellen.