Sehenswürdigkeiten

Gunung Baru

Vulkankegel über Wolken im Morgenlicht
Auch genannt
Barujari
Höhe
ca. 2.376 m
Warnstufe
II seit August 2022
Sperrzone
1,5 km um den Krater

Der Gunung Baru ist der junge, aktive Vulkankegel im Krater des Mount Rinjani. Er ragt am Ufer des Kratersees Segara Anak auf, rund 2.376 Meter hoch und damit gut 350 Meter über dem Wasserspiegel. Betreten darf man ihn nicht: Um seinen Krater gilt eine Sperrzone von 1,5 Kilometern.

Ein Berg, mehrere Namen

In Warnmeldungen heißt er fast nie „Gunung Baru". Die Vulkanbehörde und die Nationalparkverwaltung schreiben Barujari oder Gunung Barujari, manche Quellen Baru Jari. „Baru" heißt schlicht „neu".

Wichtig ist das aus einem praktischen Grund: Wenn eine Meldung zum Rinjani vom „Kawah Barujari" spricht, ist genau dieser Kegel gemeint — nicht der Gipfel, auf den die Touren steigen, und nicht der Kraterrand, an dem sie zelten.

Warum sich jede Warnung um ihn dreht

Der Kegel ist in der Caldera gewachsen, die der Ausbruch des Samalas im Jahr 1257 hinterlassen hat, und die Aktivität des ganzen Vulkankomplexes sitzt heute hier.

Wie weit das reicht, zeigte der Ausbruch im November 2015. Am 3. und 4. November stieg Asche über dem Krater bis in 4,3 Kilometer Höhe. Sieben Dörfer in Nordlombok bekamen Asche ab, die Flughäfen auf Bali und Lombok schlossen vorübergehend, und allein auf Bali saßen rund 6.000 Reisende fest. 2016 brach der Kegel erneut aus.

Ein Ausbruch am Barujari betrifft also nicht nur Bergsteiger. Wer im Umkreis von Bali und Lombok fliegt, bekommt ihn im Zweifel am Abfluggate zu spüren.

Warnstufe II seit August 2022

Seit dem 4. August 2022 steht der Rinjani auf Warnstufe II („Waspada"), und das gilt auch Ende August 2026 noch. Die Aktivität beschränkt sich nach Angabe der Parkverwaltung auf den Krater des Barujari; Aufstiegsrouten und Zeltplätze liegen außerhalb der Gefahrenzone.

Für Besucher heißt die Stufe zweierlei:

  • Kein Betreten des Kegels. Weder Aufstieg noch Aufenthalt auf dem Barujari.
  • 1,5 Kilometer Abstand zum Krater. In diesem Umkreis ist auch das Zelten verboten.

Wo die Grenze am Seeufer verläuft, klärst du vor dem Abstieg — mit dem Guide oder der Begleitung, notfalls bei der Parkverwaltung, und nicht erst, wenn jemand für ein Foto näher heranwill.

Was man trotzdem sieht

Den Kegel sieht man gut: vom Kraterrand auf beiden Seiten und vom Zeltplatz am See. Von oben erklärt er auch die Form des Sees — er ist der Grund, warum Segara Anak keine runde Kraterpfütze ist, sondern eine Sichel.

Mehr als Anschauen ist nicht vorgesehen, und das ist bei einem Vulkan, der schon Flughäfen geschlossen hat, keine übertriebene Vorsicht.

Quellen

8 Belege anzeigen
  1. Warnstufe II seit 4. August 2022, Sperrradius 1,5 km um den Krater des Barujari, Verbot von Aufenthalt und Zelten auf dem Vulkankörper — Nationalparkverwaltungrinjaninationalpark.id
  2. Warnstufe II weiterhin in Kraft, Aktivität auf den Barujari beschränkt, Aufstiegsrouten und Zeltplätze nicht betroffen (28. August 2026)insidelombok.id
  3. Ausbruch am 3. und 4. November 2015: Aschesäule bis 4,3 km Höhe, geschlossene Flughäfen, rund 6.000 festsitzende Passagiere auf Bali — NASA Earth Observatoryscience.nasa.gov
  4. Ausbruch im November 2015: Asche über sieben Dörfern in Nordlombok, Flughafen Bali geschlossen, rund 6.000 festsitzende Passagieretrekking-rinjani.com
  5. Höhe des Kegels: 2.376 men.wikipedia.org
  6. Seespiegel auf 2.004 m, Sichelform des Sees durch den Barujarien.wikipedia.org
  7. Eingeschränkte Öffnung seit 1. September 2026 wegen Waldbrandgefahrjatim.antaranews.com
  8. Online-Buchung über eRinjani seit 1. September 2026 ausgesetzt (2. September 2026)mounture.com

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